Besonders im Sport ist Antisemitismus und Rassismus leider gegenwärtig. Vor allem auf dem Fußballplatz gibt es in Kreisen der Makkabi-Ortsvereine immer wieder antisemitische Vorfälle. Das Präventionsprojekt „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“ von Makkabi Deutschland e. V. in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, befasst sich daher mit Erfahrungen jüdischer Sportvereine in Bezug auf Antisemitismus. Teil des Projekts ist auch eine Studie, die sich mit den Antisemitismuserfahrungen beschäftigt hat. Dies galt als Grundlage für das neue Projekt „Zusammen1“.Zusammen1

Der Sport bietet eine Bühne für Antisemitismus, der sich in verbaler, visueller und physischer Diskriminierung zeigt. Diese erschreckenden antisemitischen Vorfälle werden meistens widerspruchslos geduldet und einfach hingenommen. Doch häufig werden gewisse antisemitische Äußerungen gar nicht als solche erkannt. Das Ziel von Zusammen1 ist es den Sport gegen Antisemitismus zu stärken und sich dieser Komplexität besonders im Sport mit Lösungsansätzen entgegenzustellen. Sport und gerade der Fußball soll für Zusammenhalt und Gemeinschaft in der Gesellschaft stehen – und da darf es keinen Platz für Rassismus oder Antisemitismus geben. Doch die Realität sagt etwas anderes. Die Studie im Rahmen dieses Projekts sagt, dass mehr als die Hälfte der Makkabi-Sportlerinnen und Makkabi-Sportler bereits mindestens einen antisemitischen Vorfall mitbekommen haben. Zusammen1 will den Umgang mit antisemitischen Vorfällen stärken sowie Handlungsstrategien aufzeigen. Es gibt drei Grundbausteine, die das Projekt Zusammen1 beinhaltet: Verstehen, vermitteln und verändern. Zunächst soll das Problem verstanden werden – und das wurde mit der Studie genau beleuchtet. Über die Bausteine des Vermittelns und Veränderns geht es letztendlich darum, konkrete präventive Methoden zu vermitteln, um ein gewisses Bewusstsein aufzubauen. Es muss sich strukturell etwas ändern, um tatsächlich im Sport etwas Nachhaltiges verändern zu können.

 

Zusammen1Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland will den Antisemitismus im Sport nicht einfach so hinnehmen: „Bei nicht wenigen Sportlern ist es schon zur Gewohnheit geworden, das Wort Jude als Schimpfwort zu verwenden. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Nicht nur Technik und Kondition müssen im Sport trainiert werden, sondern auch Respekt und Toleranz. Das neue Projekt ist nötiger denn je.“ Auch Günter Distelrath, Vizepräsident für Qualifizierung und Integration beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist vom neuen Projekt Zusammen1 überzeugt: „Beim Thema Antisemitismus darf es auch im Fußball keinen Spielraum geben. Wir müssen uns nicht nur konsequent um jeden sichtbaren Fall kümmern, sondern auch die Dunkelziffer beleuchten. Das Projekt Zusammen1 leistet hier einen wichtigen Beitrag und setzt ganz praktisch und präventiv im Alltag der Sportler:innen an. Wachsam bleiben, Bewusstsein schärfen, Engagement gegen Antisemitismus stärken, all das unterstützen wir aus voller Überzeugung im Projekt Zusammen1 von MAKKABI Deutschland.“

 

Weitere Informationen zum Projekt und Handlungsstrategien finden Sie unter www.zusammen1.de