Seit März 2019 ist das neue Projekt „Virtueller Methodenkoffer Antisemitismus“ der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit SABRA gestartet: Ziel ist es, einen virtuellen Methodenkoffer zu den Themen Antisemitismus, Judentum und Jüdische Identitäten und Israel für Lehrende an Schulen und Bildungseinrichtungen zu entwickeln. In diesem online abrufbaren Methodenkoffer finden sich Materialien und Methoden für den Einsatz im Unterricht, anhand derer einzelne Unterrichtseinheiten bis hin zu einer ganzen Projektwoche geplant und gestaltet werden können.

Seit Mai ist das Team nun komplett und SABRA hat zwei neue Kolleginnen hinzugewonnen –  Marina Friemelt und Clara Petersen. Gemeinsam evaluieren und entwickeln sie Materialien, um sie im nächsten Schritt an Schulen und in Workshops zu erproben und online zur Verfügung zu stellen. Marina Friemelt ist Historikerin und hat bereits zwei Jahre für die Jüdische Gemeinde Düsseldorf am Projekt Erinnerung lernen mitgearbeitet. Clara Petersen ist Sozialwissenschaftlerin und Pädagogin und hat zuvor als Bildungsreferentin Projekte im Bereich Antidiskriminierung beim Jugendring Düsseldorf geleitet.

Erste Materialien dazu wurden bereits vom SABRA-Team gesammelt und werden unter Berücksichtigung von qualitativen Standards in den Methodenkoffer aufgenommen bzw. entsprechend überarbeitet. Außerdem soll der Bedarf an weiteren Methoden zu bestimmten Themen benannt und mit eigens entwickelten Methoden gedeckt werden. Nicht zuletzt werden im Methodenkoffer mögliche Exkursionsziele aufgeführt wie Synagogen, die Führungen für Klassen anbieten, oder auch Begegnungsorte wie die Alte Synagoge Essen oder das Jüdische Museum Westfalen. So haben Lehrende in NRW, die sich gegen Antisemitismus und für ein demokratisches Zusammenleben einsetzen, eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten für den Unterricht mit wenigen Klicks verfügbar.