Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung NRW und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

Zunächst besuchte Bildungsministerin Yvonne Gebauer die neu eingerichtete Meldestelle RIAS NRW – Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, ehe sie dann gemeinsam mit Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Gemeinde, die vorzeitige Verlängerung der Kooperationsvereinbarung für die “Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit – Beratung bei Rassismus und Antisemitismus” (SABRA) zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, unterzeichnete.DSC2968 300x200 - Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Schulministerium

An der Unterzeichnung nahmen neben Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Gemeinde, und Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer auch Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftrage des Landes NRW, Alon Dorn aus dem Vorstand der Gemeinde, Bert Römgens, Verwaltungsdirektor der Gemeinde, sowie Olga Rosow, Leiterin der Sozialabteilung, teil.

Ministerin Gebauer rückte die Präventionsarbeit in den Mittelpunkt: “Durch gute Präventionsarbeit wollen wir dazu beitragen, dass es erst gar nicht zu antisemitischen Vorfällen kommt – und wenn doch, dann stehen wir den Schulen mit Konzepten zur Intervention beiseite. Wir bestärken Schülerinnen und Schüler darin, couragiert gegen jede Form von Rassismus, Hass und Gewalt einzutreten. Es gibt weder Ausreden, noch Ausnahmen und sonstige Rechtfertigung für Antisemitismus.”

Und auch für Dr. Horowitz ist diese Kooperationsvereinbarung ganz wesentlich: “Eine Kooperation wie die zwischen dem MSB und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, um die Arbeit von SABRA zu unterstützen, ist in dieser Form in Deutschland, nach meinem Wissensstand, einmalig. Es ermöglicht sich für die Wahrnehmung der Jüdischen Perspektive auf Antisemitismus einzusetzen und eine Reduzierung auf das Themen Verfolgung, Schoah und Opfer-Perspektiven zu vermeiden. SABRA kann somit sowohl Schulen als auch dem MSB sowie den Schulaufsichtsbehörden beratend zur Seite zu stehen.”