SABRA ist eine 2017 gegründete zivilgesellschaftliche Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit in Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Sie widmet sich der Beratung von Menschen mit Diskriminierungserfahrung und ihren Angehörigen, unterstützt aber auch Institutionen und Multiplikator*innen, die in ihrer Arbeit mit Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus konfrontiert werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Beratung für von Antisemitismus betroffene Menschen. Daraus resultierend erfasst SABRA als zivilgesellschaftliche Meldestelle antisemitische Handlungen in NRW. Die Beratung erfolgt in Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch. Antisemitische Vorfälle, die sich in NRW ereignen, können auf der Internetseite von SABRA gemeldet werden. Zur Beratung gehört die Begleitung durch den Lösungsprozess und bei Bedarf eine qualifizierte Vermittlung an andere zuständige Einrichtungen, Dienste und Ämter.

Neben der Beratung steht die Prävention von Antisemitismus im Mittelpunkt der Arbeit von SABRA. Das Angebot umfasst Sensibilisierungsworkshops, die vor Ort in den Schulen durchgeführt werden, Fortbildungen für Multiplikator*innen, sowie Schulung, Beratung und Vermittlung von Dozent*innen und Expert*innen für Einrichtungen und Institutionen. Darüber hinaus richtet SABRA auch Workshops für Schüler*innen und Besucher*innen der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf aus.

Seit Februar 2021 gibt es den virtuellen Methodenkoffer gegen Antisemitismus MALMAD auch als frei zugängliches Onlineangebot (www.malmad.de). MALMAD bietet in erster Linie Lehrer*innen und Pädagog*innen eine Fülle von Methoden, Informationen und weiterführenden Kontakte zu den Themenschwerpunkten Judentum bzw. jüdische Identitäten, Israel und Antisemitismus in seinen heutSABRA Logoigen Formen.

Neben der aktiven Beratungs- und Präventionsarbeit engagiert sich SABRA auch in zahlreichen Netzwerken auf kommunaler, Landes- und Bundesebene wie z.B. dem Landesnetzwerk gegen Rechtsextremismus, Kompetenzverbund Antisemitismus NRW oder der Bundesarbeitsgemeinschaft RIAS.

Seit 2020 sind zwei Lehrer mit je einer halben Stelle an SABRA abgeordnet, die die schulische Arbeit bei der Vorbeugung und bei Fällen von Diskriminierung unterstützen soll und durch das Schulministerium finanziert wird. Die Abordnung erfolgt im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und dem Ministerium für Schule und Bildung, um den Kampf gegen Antisemitismus an NRW-Schulen zu bewerkstelligen.

Weiterhin kooperiert SABRA mit Makkabi Deutschland e.V. im Rahmen des Projektes „Zusammen1“, das sich gegen Antisemitismus auf deutschen Sportplätzen einsetzt.

SABRA ist Teil der Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit in NRW und der durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW initiierten Integrationsagenturen.

Weitere Informationen und Kontakt unter www.sabra-jgd.de