Wir gedenken der Opfer, die heute vor 22 Jahren bei einem Anschlag am S-Bahnhof Wehrhahn schwer verletzt wurden. Eine Frau verlor ihr ungeborenes Kind.

Die Opfer, bei denen es sich um Migrantinnen und Migranten aus Teilen der ehemaligen Sowjetunion handelte, kamen gerade von einer Sprachschule, als die Bombe explodierte. Der Tatverdächtigte wurde aus Mangel an Beweisen 2018 freigesprochen, das wurde zu Beginn des Jahres 2021 durch das Bundesgerichtshof bestätigt.

“Es macht uns auch heute, 22 Jahre nach diesem abscheulichen Anschlag, fassungslos, dass Menschen, die aus ihren Ländern vor steigendem Antisemitismus geflohen sind, hier in Deutschland ein neues Leben beginnen wollten und dann Opfer eines antisemitischen Anschlags werden. Es ist bedauerlich, dass im vergangenen Jahr der einzige Tatverdächtige freigesprochen wurde und die Opfer auch 22 Jahre später nicht die Antworten bekommen werden“, sagte Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Wehrhahn-Anschlag