Die Corona-Pandemie sorgte nicht nur in unserer Gemeinde für ein Umdenken, sondern in vielen Bereichen und Unternehmen in der Gesellschaft. So verlegte auch unsere Gemeinde viele Angebote in den virtuellen Raum.  In den vergangenen Wochen sind die verschiedensten Abteilungen der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf den nächsten Schritt der Digitalisierung gegangen. Sie haben auch in dieser Pandemie-Zeit die nötigen Wege gefunden, um die Mitglieder weiter erreichen zu können.  Auch die Mitglieder konnten die einzelnen Abteilungen weiterhin – online – kontaktieren und so die zahlreichen Angebote wahrnehmen.

Selbstverständlich ist nicht das gesamte Gemeindeleben online praktizierbar. Es ist ein Zusatz, mehr noch eine Bereicherung der bestehenden Angebote, die möglicherweise ganz neue Zielgruppen erreicht und auch neue Möglichkeiten erschafft. Online-AngebotDas Rabbinat bietet täglich Online-Programm an, unter anderem Schiurim von den Rabbinern, oder musikalische Unterhaltung mit dem Kantor. Den Kabbalat Schabbat sowie die Hawdala am Freitag- und am Samstagabend wurden in den virtuellen Raum verlegt. Einmal in der Woche werden auf unserem YouTube-Kanal Videos aus dem Rabbinat zur Parascha veröffentlicht. Zu Feiertagen wie Lag BaOmer und Schawuot wurden amüsante Koch- und Backvideos für YouTube produziert.

Den Bewohnerinnen und Bewohnern des Nelly-Sachs-Hauses gab die moderne Technik unter anderem die Möglichkeit, den wöchentlichen Schiur für die Heimbewohner, online wahrzunehmen.

Selbst das Seniorenzentrum hat es geschafft, einen Großteil des Programms in den virtuellen Raum zu verlegen und bei technischen Schwierigkeiten ihre telefonische Hilfe anzubieten.

Zusätzlich hat auch die Kultur-Akademie auf die Gegebenheiten reagiert und mit der Schließung aller Einrichtungen die Akademieinhalte online angeboten, was äußerst positiv angekommen ist. Die Resonanz war so gut, dass erstmals eine Sommer-Online-Akademie auch Mitgliedern anderer Gemeinden angeboten wird. Diese beginnt am 12. Juli und geht bis zum 9. August.

Insgesamt hat die Jüdische Gemeinde Düsseldorf trotz der Herausforderungen, die die Corona-Pandemie gebracht hat, eben auch gezeigt, dass die Abteilungen und Einrichtungen den Schritt gegangen sind und ihr Angebot digitalisiert haben. In dieser Zeit wurden auch neue Online-Kanäle ins Leben gerufen. Neben dem YouTube-Kanal mit zahlreichen neuen Videos, ist die Jüdische Gemeinde Düsseldorf jetzt auch auf Instagram aktiv. Wichtig ist jetzt auch nach der Krise diese Erweiterung des Angebots am Leben zu erhalten.