Samstag, Februar 25, 2017

Gruppen & Clubs

Amos-Club

Durch die Einrichtung des Amos-Clubs besteht für ältere Gemeindemitglieder die Möglichkeit der Teilnahme an wöchentlichen gesellschaftlichen Zusammenkünften im Leo-Baeck-Saal, aber auch an Ausflügen und vielerlei Veranstaltungen und Festen. Im Jahr 2000 wird der AMOS-Club 35 Jahre alt. Es gelang und gelingt immer wieder, viele Gemeindemitglieder der älteren, aber auch – durch unsere russischen Freunde – der jüngeren Generation zusammenzuführen und somit einen wertvollen Beitrag zum Bestehen unserer Gemeinde zu leisten. Leider sind viele unserer treuesten Mitglieder von uns gegangen oder nicht mehr fähig, zu uns zu kommen. Wir erinnern an unsere Begründer und Ehrenmitglieder wie Herrn Dr. Evian, Herrn Ogrodek, und Herrn Dr. Guttmann, der über zwei Perioden die Belange des AMOS-Clubs mit Geschick, großem Verständnis und Harmonie leitete und dem es gelang, den AMOS-Club zu dem zu machen, was er noch heute darstellt.

Es gäbe noch viele weitere engagierte Persönlichkeiten zu nennen, die dazu beigetragen haben, dass unser AMOS-Club erhalten blieb. Diesen sei hiermit ebenfalls gedankt. Es ist in der heutigen Zeit und unter den gegebenen finanziellen Umständen nicht leicht, den Mitgliedern auch weiterhin das attraktive Angebot des AMOS-Clubs, wie  z. B. kulturelle, aber auch lustige Veranstaltungen - nicht zu vergessen die interessanten und schönen Ausflüge - aufrecht zu erhalten, aber: wir tun unser Bestes!

In unserem AMOS-Club sind auch viele Freundschaften geschlossen worden, was nicht nur uns selbst dient, sondern auch unserer jüdischen Gemeinde. Von den ca. 110 Mitgliedern ist es mindestens 1/3, die regelmäßig jeden Mittwoch – und bei jedem Wetter – den AMOS-Club besuchen.

Gibt es hier in Deutschland noch eine jüdische Vereinigung, die seit so langer Zeit so aktiv ist?

Wir sind stolz auf unseren AMOS-Club und hoffen auf noch - mindestens - weitere 35 Jahre des Bestehens.

Chewra Kadischa ("Beerdigungsbruderschaft")

Diese Gruppe betreut auf ehrenamtlicher Basis Kranke und Sterbende. Sie sorgt ferner für die rituelle Waschung der Toten und übernimmt alle für die Durchführung der Begräbnisse vorgeschriebenen Aufgaben.  In den letzten Jahren sorgte sie außerdem in zunehmendem Maße dafür, dass völlig mittellos verstorbene Neuzuwanderer durch Spendengelder eine Grabstätte und eine würdige Beisetzung erhielten.

Club Shelanu (ehemals Junioren-Club)

Einmal monatlich treffen sich Gemeindemitglieder zwischen 35 und 60 Jahren in den eigens dafür eingerichteten Clubräumen der Gemeinde zu gemütlichem Beisammensein, Vorträgen, Diskussionen oder Filmvorführungen.

Franz-Rosenzweig-Loge

Sie gehört dem internationalen Orden B’nai B’rith an und hat nur ausgewählte Mitglieder. Allerdings veranstaltet sie ihre regelmäßigen Treffen in den Gemeinderäumen, und zu den sogenannten Offenen Logen, bei denen einmal im Monat wissenschaftliche, historische oder kulturelle Vorträge angeboten werden, haben alle Gemeindemitglieder Zugang.

Holocaust-Überlebende

Im Jahre 1994 hat David Reusmann in Düsseldorf die Initiative ergriffen, unmittelbar Betroffene des Holocaust zu einer Interessengemeinschaft zusammenzuschließen. Hieraus hat sich eine größere Gruppe von Holocaust-Überlebenden zusammengefunden. Zur Zeit sind in diesem Verein etwa 40 Personen verschiedener Herkünfte aus mehreren Städten Nordrhein-Westfalens. Einige der Gruppenmitglieder sind Neuzuwanderer, andere leben seit vielen Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Alle sind ehemalige Häftlinge verschiedener KZ's oder sie waren in Ghettos eingeschlossen. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat Räumlichkeiten für die monatlich stattfindenden Treffen zur Verfügung gestellt. Sorgen und Auseinandersetzungen um das alltägliche Leben, Lebenspläne und Erinnerungen, welche die Holocaustüberlebenden vereinen, sind die Hauptthemen der Zusammentreffen. Dies gibt den Vereinsmitgliedern das Gefühl, nicht in Vergessenheit zu geraten.

In 1995 wurde – ebenfalls in Düsseldorf - der psychotherapeutische Arbeitskreis für Betroffene des Holocaust (PAKH e.V.) ins Leben gerufen. Dieser Arbeitskreis arbeitet mit dem Institut für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Köln, Univ.-Prof. Dr. med. Karl Köhle zusammen.
Der PAKH e.V. versteht sich als Initiative zur Erforschung der Ursachen und Folgen von Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Antisemitismus. Zweck des Vereins ist es, unmittelbar vom Holocaust Betroffene, seien diese nun Opfer oder Täter, und deren Nachkommen individuell zu beraten, sie einer inneren Auseinandersetzung zuzuführen und auf gesellschaftlicher Ebene Aufklärung und Bewusstmachung zu fördern. Der Verein hat im August 1998 ein internationales Symposion zum Thema "Das Ende der Sprachlosigkeit?" durchgeführt, an dem viele Holocaustüberlebende und deren Kinder teilgenommen haben.

Anlass für dieses Symposion war das 50-jährige Bestehen des Staates Israel. Unter Einbeziehung wissenschaftlicher Grundlagenforschung sowie von psychoanalytischen Untersuchungen über unterschiedliche ethnische Gruppen wurde – auch und vor allem unter Berücksichtigung der Erfahrung der unmittelbar Betroffenen - ein tieferes Verständnis für die Situation und Befindlichkeit der Holocaustüberlebenden und deren Angehörigen in erster, zweiter und dritter Generation erarbeitet. Der PAKH e.V. unterstützt den Verein der Holocaustüberlebenden mit Beratung, konkreter Unterstützung bei Ämterfragen und gesundheitlichen Problemen, sowie in begrenztem Rahmen mit finanziellen Mitteln, etwa für Ausstellungsbesuche oder andere gemeinsame Unternehmungen. Wir sind bereit, die Arbeit des Vereins mit ähnlichen Gruppen – sowohl in Deutschland als auch im Ausland zu verknüpfen.

Auskünfte über diese Gruppen sowie über die außerdem in Düsseldorf ansässigen zionistischen Organisationen erteilt die Gemeindeverwaltung unter Tel: 0211 - 469 12 0