Samstag, Februar 25, 2017

Jüdische Familienfeste

Pidijon Ha-Ben, die Auslösung des Erstgeborenen

(2. Mose 13, 1; 4. Mose 18, 15-16). Der Vater übergibt einem Priester aus der Dynastie des Hohepriesters Aaron ein Lösegeld und erhält dafür sein Kind wieder zurück.

Brith Mila (Beschneidung)

Am achten Tag nach der Geburt findet die Beschneidung oder Aufnahme der Knaben in den Abrahamsbund statt. Die Zeremonie ist mit der Namensgebung verbunden und geht auf Institutionen aus der Patriarchenzeit (1. Mose 17, 10 ff.) zurück. Die Beschneidung wird mit einem fröhlichen Festmahl verbunden. Ist der Knabe ein Erstgeborener, so findet am 30. Tage nach der Geburt eine weitere Zeremonie statt (Pidijon Ha-Ben).

Bar-Mizwa (religiöse Vollwertigkeitswerdung)

Nach einem Wort aus den "Sprüchen der Väter" ist ein dreizehnjähriger junger Jude ein Bar Mizwa, ein Sohn der Pflicht, das heißt religiös mündig und ein volles Mitglied der Gemeinde. Im Rahmen einer Familienfeier wird er erstmalig zur Vorlesung aus der Thora (5 Bücher Mose) in der Synagoge aufgerufen und erhält auch die Gebetsriemen an diesem Tage. In Jerusalem wird das Fest häufig an der Westmauer (Klagemauer) en famille oder in der Gruppe begangen. Bath-Mizwa bei Mädchen: religiöse Anerkennungsprüfung und Feier im Alter zwischen 12 und 13 Jahren, von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlicher Brauch.

Chatuna (Hochzeit)

Die jüdische Trauung wird unter einem Baldachin vollzogen, wobei der Bräutigam der Braut "nach dem Gesetz Mosis und Israels" den Trauring über den Finger streift. Das Paar trinkt aus einem Kelch nach sieben Segenssprüchen den Wein der Freude; ein Glas wird zerbrochen, um im Augenblick höchster Freude an die Zerstörung des Tempels zu erinnern.